Die Nacht erstreckt sich über eine weite Landschaft. Unter dem schwach glitzernden Blätterdach ist eine kaum wahrnehmbare Präsenz großer Gestalten.
Wenn sich das Sehvermögen an das Mondlicht anpasst, werden die Gestalten klarer, und wenn ein Feuer entzündet wird, werden sie vollständig in ihrer Größe und Pracht sichtbar. Es sind große Steine, im Kreis angeordnet – ein uraltes Überbleibsel einer vergessenen Zeremonie; ein Hinweis auf etwas, das dem bewussten Geist verborgen ist, aber den Instinkten bekannt ist.
Um die Flammen, über die Steine und durch die Dunkelheit zieht ein Aroma herum; ein holziger, würziger, harziger Duft, der sich durch Weihrauch, Heu und Myrrhe auszeichnet.
Das Feuer knistert. Die Steine ragen auf. Das Gefühl der Zeremonie verstärkt sich.
Enden und Anfänge
Das sechste und letzte Kapitel der Othertopias-Duftkollektion,Ouranon– eine Mischung aus holzigen, harzigen, würzigen Noten, durchsetzt mit einer erdigen Mineralität – ist das Ende einer Reise.
Eine Reise, die auf See begann mitMyracetes, ging an Land mitKarst, bewegte sich durch eine grüne Einöde mitErémia, führte zu Begegnungen mit dem äußeren Selbst mitEidesisund das innere Selbst mitGloam, und das nun in der rätselhaften Kraft des Monolithen kulminiert – der Inspiration hinter Ouranon – einem Ort der Kontemplation und Beharrlichkeit.
Jeder der Othertopias-Düfte ist ein Tor zu einem unentdeckten Reich, sowohl real als auch eingebildet. Zusammen bilden diese Türen einen Bogen; eine Reihe; Ein Kreislauf. Ouranon bedeutet in seiner stillen Majestät und ätherischen Geheimnisse das Ende dieses Zyklus.
Aber Ouranon ist auch ein Ort neuer Anfänge. Gleichzeitig eine Rückkehr nach Hause und ein Portal zum nächsten großen Abenteuer.

Der stille Monolith
Das Feuer erstickt. Seine Glut glimmt und wirft ein gedämpftes Leuchten. Umhüllt von sich entfaltenden Duftspiralen bewahrt der Monolith seine unerschütterliche Stille.
Es steht seit Tausenden von Jahren so und wird es noch Tausende mehr tun.



